Am 29.12.2025 versammelte sich die Ortsfeuerwehr ab 19:00 Uhr zur diesjährigen Jahreshauptversammlung im Gasthaus Columbus. Ortsbrandmeister Tobias Bremer eröffnete die Veranstaltung, begrüßte die zahlreich erschienenen Kameradinnen und Kameraden sowie viele Gäste und freute sich über die starke Beteiligung zum Jahresausklang.
Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende – und mit ihm ein Feuerwehrjahr, das es in sich hatte. Insgesamt 35 Einsätze wurden abgearbeitet. Diese gliederten sich in 17 Hilfeleistungen, welche alleine 14 Verkehrsunfälle beinhalteten. Stellvertretender Ortsbrandmeister Klaus Volkmer ließ in seinem Jahresbericht einzelne Einsätze noch einmal Revue passieren und titulierte das Jahr zunächst als ein "normales Feuerwehrjahr". Eine Einschätzung, die im weiteren Verlauf der Versammlung noch mehrfach aufgegriffen und durchaus relativiert wurde.
Neben dem Einsatzgeschehen prägten zahlreiche Sonderveranstaltungen das Jahr, darunter das traditionelle Osterfeuer, das Wintergrillen sowie das Spanferkelessen. Ein echter Meilenstein war zudem die Übernahme des lange ersehnten TLF 4000, das im Juni bei der Firma Rosenbauer abgeholt und offiziell in Dienst gestellt wurde. Die Ausbildung mit dem neuen Fahrzeug begann unmittelbar nach der Übergabe.
Parallel dazu läuft seit dem gesamten Jahr der Neubau des Feuerwehrgerätehauses, dessen Bezug aktuell für April 2026 geplant ist. Ebenfalls bereits in Vorbereitung befinden sich die Planungen für das neue Mannschaftstransportfahrzeug (MTF), das ebenfalls im April 2026 in Krelingen eintreffen soll. Diese Projekte bringen einen enormen Arbeitsaufwand und viel Eigenleistung mit sich, die in verschiedenen Arbeitsgruppen gestemmt werden. Für diesen Teamgeist, das eingebrachte Fachwissen sowie das große Engagement – im Einsatz- wie auch im Ausbildungsdienst – bedankten sich Tobias und Klaus ausdrücklich bei der aktiven Mannschaft.
Ein besonderes Highlight des Jahres war die offizielle Fahrzeugübergabe im Oktober. Gleich mehrere Fahrzeuge standen dabei im Fokus, denn auch das HLF 20, das bereits 2020 in Dienst gestellt wurde, erhielt nun seine formelle Übergabe. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass die Jugendfeuerwehr gemeinsam mit der Kinderfeuerwehr den gesamten Ablauf sowie die Choreografie der Zeremonie geplant und umgesetzt hat. Das Ergebnis sorgte bei allen Anwesenden für große Begeisterung und machte die Übergabe zu einem echten Höhepunkt des Jahres.
Jugendfeuerwehrwartin Rabea Fricke berichtete von einem bunten und durchwachsenen Jahr. Aktuell sind 14 Jugendliche aktiv in der Jugendfeuerwehr, die regelmäßig an Übungsdiensten, Aktionen und Ausbildungsinhalten teilnehmen. Neben dem normalen Dienstbetrieb stand auch das Lernen und Üben für Wettbewerbe auf dem Programm. Fünf Jugendliche legten erfolgreich die Jugendflamme 1, vier weitere die Jugendflamme 2 ab.
Im Sommer nahm die Jugendfeuerwehr am Zeltlager in Stöcken teil, das durch ein Unwetter zwar kurzzeitig sehr nass wurde, der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch tat. Besonders hob Rabea hervor, dass die Jugendlichen nicht erst irgendwann später Verantwortung übernehmen sollen, sondern bereits heute Verantwortung tragen – und sich sehr bewusst darüber sind, wie wichtig und verantwortungsvoll ihre Aufgabe innerhalb der Feuerwehr ist. Abschließend dankte sie ihren Betreuerinnen und Betreuern für die kontinuierliche Unterstützung – besonders Tina, die nach ihrem offiziellen Ausscheiden im vergangenen Jahr 2025 nochmals als "Joker" einsprang und tatkräftig half.
Auch Kinderfeuerwehrwartin Lena Minor blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Dank zahlreicher Spenden und Geschenke anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Kinderfeuerwehr im Dezember 2024 konnten im Jahr 2025 viele abwechslungsreiche Aktionen umgesetzt werden. Neben feuerwehrbezogenen Themen standen Besuche von Indoor- und Outdoor-Spielplätzen, ein Kinonachmittag sowie viele spielerische Aktivitäten auf dem Dienstplan. Ein besonderer Programmpunkt war ein gemeinsamer Dienst mit der Polizei, bei dem die Kinder ein Polizeifahrzeug aus nächster Nähe kennenlernen konnten. Zudem wurden die mitgebrachten Fahrräder auf ihre Verkehrstüchtigkeit überprüft – eine Aktion, die bei den Kindern auf großes Interesse stieß. Insgesamt zeigten sich die Kinder sehr motiviert und mit viel Begeisterung bei der Sache.
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden zudem Neuwahlen durchgeführt. Der bisherige Sicherheitsbeauftragte Wolfgang Huwer schied altersbedingt aus seinem Amt aus. In der anschließenden Wahl wurde Maximilian Huwer zu seinem Nachfolger gewählt.
In den anschließenden Grußworten, unter anderem von der stellvertretenden Bürgermeisterin Ingelore Brandt, bedankten sich mehrere Gäste für die gute Zusammenarbeit, kontinuierliche Ausbildung, verlässliche Einsatztätigkeit und speziell die großartige und aktive Kinder- und Jugendarbeit in Krelingen. Ortsvorsteher Karl-Heinz Freitag hob die enge Abstimmung mit Rat und Verwaltung hervor – insbesondere beim Thema Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Sein Fazit: Wer sich noch nie mit dem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses und den damit verbundenen planerischen, organisatorischen und rechtlichen Themen beschäftigt habe, macht sich keine Vorstellung, wie groß der Aufwand für alle Beteiligten inkl. der Ortsfeuerwehr ist.
Die Aussagen zum "normalen Feuerwehrjahr" griffen sowohl Stadtbrandmeister Michael Schlüter als auch Kreisbrandmeister Matthias Meyer nochmals ausdrücklich auf – allerdings mit einer klaren Einordnung. Aus ihrer Sicht sei das Jahr keinesfalls als normal zu bewerten. Neben den Einsätzen, der laufenden Ausbildung und der neu hinzugekommenen QS-Ausbildung seien gleichzeitig zwei Fahrzeugbeschaffungen sowie der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses vorangetrieben worden. All dies habe unter einer sich ständig verändernden Einsatzlage und unter dynamischen Rahmenbedingungen in der Feuerwehrwelt stattgefunden. Diese Gesamtleistung wurde von beiden als besonders bemerkenswert hervorgehoben.
Zum Abschluss der Versammlung standen die Beförderungen auf der Tagesordnung. Tobias und Stadtbrandmeister Michael Schlüter erläuterten, dass ein Großteil der Beförderungen auf die neue Feuerwehrverordnung 2025 zurückzuführen ist. Die geänderten Richtlinien führen aktuell in vielen Feuerwehren – so auch in Krelingen – zu einer größeren Beförderungswelle.
Besonders hervorzuheben ist die Beförderung von Holger Krause, Ehrenortsbrandmeister und derzeitiger stellvertretender Stadtbrandmeister, zum Ersten Hauptbrandmeister. Michael Schlüter dankte ihm ausdrücklich für seine langjährige und engagierte Arbeit, zumal Holger sein Amt im Jahr 2026 zur Verfügung stellen wird.
Nicht unerwähnt blieb dabei ein Wermutstropfen zum Jahresende: Die Feuerwehrkapelle Krelingen musste sich mangels aktiver Mitglieder leider zum Jahresende auflösen.
Ebenfalls mit Bedauern wurde der Blick auf die Freundschaftswehr Klein-Holtensen gerichtet. Diese wird sich aufgrund von Mitgliedermangel im ersten Quartal 2026 ebenfalls auflösen müssen. Die über mehrere Jahrzehnte gewachsene Freundschaft zwischen beiden Wehren war stets von Kameradschaft, gemeinsamen Aktivitäten und viel gegenseitigem Vertrauen geprägt. Auch wenn dieser Schritt schmerzt, war man sich einig, dass der Kontakt bestehen bleibt und man sich spätestens über den Ortsverein weiterhin begegnen und verbunden bleiben wird.
Mit großer Vorfreude blicken dennoch alle Beteiligten auf 2026 – und auf den gemeinsamen Umzug in das neue Feuerwehrgerätehaus.
Zum Ende der Veranstaltung bedankte sich Ortsbrandmeister Tobias Bremer bei allen Anwesenden, Gästen sowie insbesondere bei den aktiven Kameradinnen und Kameraden für die hervorragende Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Gleichzeitig sprach er auch allen weiteren Gästen seinen Dank für die Unterstützung der Ortsfeuerwehr aus.
Beförderungen:
- Ben Brüning zum Oberfeuerwehrmann
- Dennis Brüning zum Oberfeuerwehrmann
- Sieghard Fischer zum Ersten Hauptfeuerwehrmann
- Christian Stolte zum Ersten Hauptfeuerwehrmann
- Jan Stolte zum Ersten Hauptfeuerwehrmann
- Friedmar Wehrs zum Ersten Hauptfeuerwehrmann
- Carina Marquardt zur Ersten Hauptfeuerwehrfrau
- Michael Exner zum Löschmeister
- Rabea Fricke zur Löschmeisterin
- Holger Walde zum Löschmeister
- Frank Ahrens zum Oberlöschmeister
- Andre Meineke zum Oberlöschmeister
- Tina Krause zur Hauptlöschmeisterin
- Holger Krause zum Ersten Hauptbrandmeister
Ehrungen:
- Klaus Volkmer für 40 Jahre Feuerwehrtätigkeit
- Rudi Klein für 60 Jahre Feuerwehrtätigkeit
