Besonderen Besuch konnten wir in dieser Woche bei uns in Krelingen begrüßen: Unser ehemaliger Feuerwehrkamerad Gerrit Wiebe, der seit vielen Jahren zunächst in Kanada und inzwischen in den USA lebt, war wieder einmal in der Heimat unterwegs. Auch dort ist er weiterhin sehr aktiv in der Feuerwehr tätig. Dieses Mal kam er nicht allein, sondern brachte zwei Kameraden aus seiner Feuerwehr in Oregon mit.
Die kleine Reisegruppe hatte in ihrer kurzen Reisezeit ein strammes Programm geplant. Auch der Heidekreis stand dabei fest auf der Route. Ortsbrandmeister Tobias Bremer nahm sich der Gäste an und besuchte mit ihnen verschiedene Stationen im Landkreis. Dazu gehörten unter anderem die DRK-Rettungswache in Walsrode, die Ortsfeuerwehr Bad Fallingbostel, der Industriepark Bomlitz. Auch ein Besuch bei der Berufsfeuerwehr Hamburg durfte auf der Tour nicht fehlen.
Natürlich führte der Weg die Kameraden auch zu uns nach Krelingen. Gemeinsam gestalteten wir einen Übungsdienst zum Thema Vegetations- und Waldbrandbekämpfung. Gerade in diesem Bereich bringen die Kameraden aus Oregon viel Erfahrung mit, da Wald- und Flächenbrände dort einen deutlich größeren Stellenwert haben als bei uns. So entwickelte sich schnell ein spannender Austausch über Taktik, Ausrüstung, Vorgehensweisen und die unterschiedlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und den USA.
Nach dem praktischen Teil ließen wir den Abend bei einem gemeinsamen Grillen in gemütlicher Runde ausklingen. Neben vielen Gesprächen, Fachsimpeleien und dem einen oder anderen Lacher gehörte natürlich auch der Austausch kleiner Geschenke dazu. Dabei durfte der traditionelle Helmtausch nicht fehlen: Wir erhielten einen amerikanischen Feuerwehrhelm, während unsere Gäste einen deutschen Helm als Erinnerung mit nach Oregon nehmen konnten. Zusätzlich überreichten wir den drei Kameraden ein Erinnerungsshirt an ihren Besuch bei uns.
Ein weiterer Höhepunkt der gemeinsamen Zeit war der Besuch der Feuerwehr- und Rettungsmesse Interschutz in Hannover. Da diese große internationale Messe nicht jedes Jahr stattfindet, passte es perfekt, dass sie genau während des Aufenthalts unserer Gäste in der Region stattfand. Gemeinsam nutzten wir die Gelegenheit, moderne Feuerwehrtechnik, neue Entwicklungen und viele internationale Eindrücke mitzunehmen.
Am Ende bleibt vor allem eines hängen: Es war ein sehr schöner Besuch mit einem offenen, herzlichen und kameradschaftlichen Austausch. Wir haben viel voneinander gelernt, viel gelacht und uns sehr gefreut, alte Verbindungen aufzufrischen und neue Kontakte zu knüpfen. Für uns steht fest: Das war nicht das letzte Treffen dieser Art.
