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Aktuelles
21.09.21

AGT: Vorgehen mit Chemie-Schutz-Anzug

Schon beim Tragen von "normalem" umluftunabhängigen Atemschutz sind viele Dinge zu beachten und Abläufe zu trainieren. Doch das alles wird noch übertroffen von den Regeln und Tätigkeiten im Gefahrguteinsatz. Wir übten heute den Einsatz bei chemischen Gefahren. Hier ist das große Ziel eine Kontamination der Einsatzkräfte mit einem gefährlichen Stoff zu vermeiden und anschließend den Stoff zu sichern. Dazu muss zunächst natürlich erkundet werden, welcher Stoff und in welchen Mengen in der Situation eine Gefährdung darstellt.

Das Anziehen und auch die Arbeit in den Chemie-Schutz-Anzügen (CSA) ist sehr aufwendig und anstrengend und gleichzeitig ist die Bewegungsfreiheit und sämtliche Sinne stark eingeschränkt. Da wird sogar eine Funkmeldung zur Herausforderung. Truppweise gingen die Teilnehmer vor und erkundeten verschiedene Lagen und lernten sich trotz der Einschränkungen durch die Anzüge sicher zu Bewegen.

Im realen Einsatz kommt zusätzlich zu den Geräteträgern noch die ganze Logistik der aufwendigen Dekontamination und umfangreicher Spezialmaterialien für die Sicherung der gefährlichen Stoffe hinzu. Das bedeutet einen immensen Aufwand an Mannschaft, Gerät und vor allem Zeit bei jedem Gefahrguteinsatz. Wir haben zwei CSA-Anzüge auf unserem HLF und können damit direkt zu Einsatzbeginn eine Erkundung starte. Wir nutzen so die Zeit bis weitere Kräfte mit Spezialgerät vor Ort ankommen.

Die Fähigkeiten der CSA-Träger bedingen neben dem reinen Tragen der Schutzanzüge zusätzlich ein breites Wissen über die Abläufe und Grundlagen, sowie der Taktik und Schutzmaßnahmen im Gefahrguteinsatz. Das erlernen unsere Helfer in mehrtägigen Speziallehrgängen in Theorie und Praxis.

Danke an Timo aus der der Feuerwehr Bad Fallingbostel, der heute die Ausbildung mit zusätzlichen Übungsanzügen, interessanter Theorie und wertvollen Praxistipps unterstützt hat.

 

08.09.21

Einsatzübungen zur Brandbekämpfung

Einsatzabläufe festigen sich ab besten durch praktische Wiederholung. Mit diesem Gedanken haben wir beim Übungsdienst am Mittwoch drei kurze Einsatzübungen gefahren.

Wir simulierten:

  • einen kleinen Waldbrand
  • einen Trafostationsbrand
  • einen Nebengebäudebrand

Es gilt immer zuerst die Eigenabsicherung und einen Erstangriff mit dem mitgeführten Wasser zu starten. Dieser Erstangriff ist dabei durch das endliche Tankvolumen begrenzt und zielt häufig dem Schutz der Nachbargebäude. Parallel wird die Wasserversorgung aufgebaut und anschließend der Hauptlöschangriff gefahren. Zusätzlich müssen aber auch nachrückende Kräfte koordiniert, Licht aufgebaut oder Schaulustige zurückgehalten werden. Der Umfang des Löschangriffs muss immer mit der zur Verfügung stehenden Löschwasserversorgung abgeglichen werden. Werden z. B. zu viele Rohre gleichzeitig vorgenommen, sinkt der Wasserdruck und damit auch der Löscherfolg. Durch mehrmalige Positionswechsel in der Gruppe zwischen den Übungen konnte jeder seine Erfahrungen vertiefen oder diese auch an seine Kammeraden*innen weitergeben.

 

03.09.21

Übernahme in die Aktive

In diesem Jahr treten Merle Krause und Robyn Parsons aus der Jugendfeuerwehr Krelingen in die aktiven Feuerwehren Krelingen und Westenholz über. Da wir durch Corona diesen großen Moment leider nicht wie üblich im Zuge der Jahreshauptversammlung angemessen würdigen können, haben unsere Jugendwartinnen Tina und Rabea eine angemessene Alternative gefunden: Im Kreis der Jugendfeuerwehr Düshorn und Krelingen fand dieses Wochenende in Krelingen ein Trainingslager für die beiden Leistungsspangengruppen statt. Ein passendes Umfeld, um durch eine Abordnung der Feuerwehrführungen Westenholz und Krelingen, und im Beisein ihrer Jugendfeuerwehrkammeraden*innen, die Ernennungsurkunden zu Feuerwehranwärterinnen entgegenzunehmen. Anwesend waren ebenfalls unser stellv. Stadtbrandmeister Holger Krause und unser Stadtjugendfeuerwehrwart Florian Suhr.

Wir gratulieren unseren beiden neuen aktiven Feuerwehrfrauen und freuen uns über die Verstärkung in den Einsatzgruppen. Wir wünschen euch viel Spaß und Erfolg im Feuerwehrleben. Gleichzeitig einen riesigen Dank an unsere Jugendfeuerwehr dafür, dass ihr uns heute zwei top ausgebildete Kameradinnen übergebt.

(Hinweis: Das Lager fand unter den Maßgaben eines Hygienekonzepts statt und alle Lagerteilnehmer*Innen wurden morgens negativ getestet)

 

24.08.21

Pumpe unter Vollast

Im Zuge der Pumpenausbildung des HLF haben wir bisher häufig den eingebauten Tank als Wasserquelle genutzt. Das ist für viele Einsatzsituationen das richtige Vorgehen, z. B. bei einem brennenden PKW auf der Autobahn, wo kein Hydrant in der Nähe ist.

Nun kann unsere HLF-Pumpe noch viel mehr und ist mit einer Nennleistung von mindestens 3.000 Liter/Minute bei 10 Bar Ausgangsdruck auch sehr kräftig. Bisher war es uns aber nicht möglich diese Leistung auch mal über längere Zeit abzurufen, denn ein durchschnittlicher Unterflurhydrant liefert je nach Durchmesser nur 500 bis 2.500 Liter Wasser pro Minute. Wir suchten also eine offene Wasserentnahmestelle, wo wir gut mit dem LKW heranfahren können. Gefunden haben wir dazu einen Saugbrunnen auf der Biogas-Anlage kurz vor Krelingen. Gleichzeitig müssen diese 3.000 Liter Wasser dann auch abgegeben werden, wir brauchen also viele B-Rohre, oder besser: einen großen Wasserwerfer (Monitor). Wie es der Zufall will, suchten auch die Kameraden aus Bad Fallingbostel eine kräftige Pumpe, um zum Test den großen Wasserwerfer an ihrem Mast (2.800 Liter/Minute) mit nur einem Fahrzeug zu versorgen.

Kurzum: wir trafen uns an der Biogas-Anlage zum gemeinsamen Übungsdienst. Bevor es losging, bekamen alle Anwesenden vom Betreiber eine kurze Einweisung in die Anlage. Dann starteten die Maschinen und nach wenigen Minuten wurden ca. 2.800 Liter Wasser/Minute bei 8 Bar aus dem Saugbrunnen gefördert und damit der Monitor und sämtliche Schutzdüsen am Personenkorb des 32m hohen Mast erfolgreich versorgt. Tests bestanden!

 

18.08.21

TH: Windenausbildung mit HLF

Die Motorseilwinde ist ein wichtiges neues Werkzeug, das mit unserem neuen HLF zu uns kam. Die Winde hat eine maximale Zugkraft von knapp 60 kN und eine Seillänge von 60 m. Sie wird über den zweiten Nebenantrieb des Fahrzeugmotors angetrieben. Der Windenführer bedient die Winde über eine kabelgebundene Fernbedienung, am besten direkt vom Fahrersitz. Von dieser erhöhten und gleichzeitig sicheren Position hat er einen guten Überblick über die Einsatzstelle und kann das vorne austretende Windenseil im Blick behalten.

Neben reinen Windenbedienung gilt es im Zuge der Ausbildung auch die zusätzlich benötigte Ausrüstung kennenzulernen. Hier stehen neben Stahlseilen und Schäkeln auch Ketten und Schlupfe als sogenannten "Anschlagmittel" zur Auswahl. Spezielle Windenradkeile und sorgen dafür, dass das Zugfahrzeug auch auf unbefestigtem Boden sicheren Halt findet. Eine zusätzliche Seilrolle versetzt uns mittels dem Flaschenzugprinzip in die Lage die maximale Zugkraft zu verdoppeln.

Die Anwendung der Geräte und Ausrüstungen muss durch das praktische Training erlernt werden. Gleichzeitig gilt es auch die richtige Taktik zu verfolgen. Es kommt dabei auf das richtige Einschätzen und Anschlagen der Last, Kenntnisse der physikalischen Grundlagen des Seilzugs und die Sicherheit in der gesamten Einsatzstellensituation an.

Unser TLF war heute unsere "Last" und wurde in verschiedenen Situationen gezogen:

  • Direkter Zug
  • Zug mit Einsatz einer "losen Rolle"
  • Zug mit Einsatz einer Umlenkrolle ("festen Rolle")

Beim Dienst wurde erneut klar: Der Einsatz der Winde ist mitunter aufwendig und personalintensiv. Umso wichtiger ist es dieses Thema regelmäßig zu üben, um im Einsatzfall zügig und gleichzeitig sicher arbeiten zu können.

 

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