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Aktuelles
23.07.21

AGT: Ausrüstung und Gerät im Griff

Unsere Atemschutzgeräteträger*innen (AGT) haben im Einsatz viel zu schleppen. Allein der Pressluftatmer mit Maske wiegt rund 19 kg. Dazu kommen noch die persönliche Schutzausrüstung und diverse Werkzeuge und Hilfsmittel. Aktuell testen wir verschiedene neue Schutzbekleidung, die noch leistungsstärker in punkto Wärmeschutzwirkung, gleichzeitiger Atmungsaktivität und zusätzlich leichter gegenüber der aktuellen Kleidung ist.

Als Atemschutztrupp fühlt man sich schnell wie ein Packesel, denn folgende Werkzeuge und Hilfsmittel sind häufig und dann auch gleichzeitig mitzuführen:

  • Schlauchpaket
  • Schlauchtragekorb
  • Feuerwehrleine
  • Wärmebildkamera
  • Rettungstuch
  • Fluchthaube
  • Rauchabschluss
  • Top-Cut-Axt
  • Halligan-Tool
  • Ggf. Sicherheitstrupptasche

Damit ein AGT bei so viel Gepäck nichts vergisst und sich im Einsatz voll auf den Auftrag konzentrieren kann (und nicht permanent mit dem Sortieren der Ausrüstung beschäftigt ist) muss das Ausrüsten immer wieder trainiert werden. Gleiches gilt für das Atemschutzgerät selbst. Die Handhabung und das ungewohnte Atmen darf den AGT nicht behindern oder ablenken. Wir flechten deshalb immer wieder ganz alltägliche Situationen und auch Spiele in den Übungsdienst ein. So gewöhnt sich ein AGT schnell an das Gerät und ist im Einsatz voll auf die Aufgabe fokussiert.

 

16.07.21

Spanferkelessen 2021 - ABGESAGT

Mit Blick auf die aktuelle Situation sagen wir auch das Spanferkelessen 2021 ab.

Wir denken, dass durch die notwendigen zusätzlichen Maßnahmen (z.B. Masken, Abstand, Datenaufnahmen, Platzzuweisungen, ...) der ursprüngliche Charakter der Veranstaltung als gemütliches Beisammensein sehr stark leiden würde.

Wir bedauern das sehr, freuen uns aber alle Krelinger, Freunde und Gäste im nächsten Jahr wieder zu unserer Traditionsveranstaltung begrüßen zu dürfen.

 

12.07.21

Beim Tragetest kommt Farbe ins Spiel

Wer sich beim Lesen des letzten Berichts gewundert hat, was unser Kamerad denn da wohl für rote Einsatzuniform trägt: Derzeit befinden sich einige unserer Kameradinnen und Kameraden im Trageversuch für eine neue Überbekleidung für Atemschutzgeräteträger im Stadtgebiet Walsrode. Die jetzige Überbekleidung entspricht mittlerweile nicht mehr der aktuellen Norm für Schutzkleidung im Feuerwehreinsatz und ist zudem durch das notwendige Waschen nach dem Einsatz in die Jahre gekommen. Im Bereich Bomlitz, Honerdingen, Walsrode und Krelingen werdet ihr in den kommenden vier Monaten einen bunten Mix aus verschiedenfarbiger Kleidung an den Einsatzstellen und im Übungsdiensten sehen. Jeweils vier Atemschutzgeräteträger der o.g. Wehren nehmen hierfür an dem Trageversuch Teil und werden über die kommenden Monate ein Urteil über die Kleidung treffen. Hierbei wird auch explizit auf die unterschiedlichen Anforderungen von Frau und Mann eingegangen. Anschließend wird die zuständige Arbeitsgruppe den Versuch auswerten und eine Empfehlung zur Beschaffung neuer Einsatzbekleidung an das Stadtkommando übergeben. Hierzu werden wir euch auch weiterhin auf dem Laufenden halten. 


 

 
Künftig sandfarbene Schutzkleidung
Künftig sandfarbene Schutzkleidung
17.07.2021 |

Quelle: WS


07.07.21

Übung: Simulierter Gebäudebrand

Der Dienst stand im Zeichen der Brandbekämpfung. Ziel war es die neue Pumpe und auch alle Hilfsmittel wie Schläuche, Armaturen wie Hohlstrahlrohre in allen verfügbaren Größen sicher und routiniert zu bedienen.

Dazu wurde ein Gebaudebränd simuliert. Ein Atemschutztrupp (heute nur geschultert) ging zur Erkundung rein, ein zweiter riegelte das Nachbargebäude ab. Zwei weitere Trupps nahmen den Löschangriff mit C- und B-Rohr von außen vor. 

Dieses Training von Standardsituationen ist wichtig, damit im Ernstfall schnell geholfen werden kann und dabei niemand zu Schaden kommt. Erst recht, wenn die nötigen Geräte im neuen HLF20 teilweise auf ganz andere Art und Weise verstaut sind wie früher, z. B. 6x B-Schlauch auf einer Schlauchhaspel. 

 

25.06.21

TH: Plan B für Standardsituationen

Im Zuge des Ausbildungsdienstes der technischen Gruppe in dieser Woche standen alternative Lösungen für Standardsituationen bei der PKW-Rettung auf dem Programm. Denn manchmal führt Plan A aus verschiedenen Gründen nicht zum Ziel und dann ist es gut bereits einen Plan B und ggf. C in der Hinterhand zu haben. Gründe sind z.B. neue hochfeste und verstärkte Materialien, die beim Unfall evtl. zusätzlich komprimiert oder schlecht zugänglich werden und dann von uns nicht mehr druchtrennbar sind. Wir gingen in der Übung von einem Auffahrunfall "PKW auf LKW" aus, einem leider mittlerweile häufigem Unfallbild an Stauenden z.B. zu den kommenden Ferienzeiten. Es galt den verletzten Fahrer zu befreien. 

Angewendete "Plan-B"-Methoden:

  • Kein Ansatzpunkt für StabFast vorhanden: Loch mit Akku-Schrauber Senkbohrer bohren
  • Motor fängt plötzlich an zu brennen: Ecke der Motorhaube mit Halligan-Tool aufbiegen, um genügend Löschzugang zu haben
  • Keine Ansatzpunkte für Spreitzer vorhanden: mit Halligan-Tool Türenspalt weiten
  • Zugang zur Heckklappe immer schwierig: mit Halligan-Tool durch das Rücklicht arbeiten
  • Abstützen bei wenig Platz zur Seite: Einsatz der platzsparenden StabPack-Systeme
  • Hintere Tür Fahrerseite entfernen: Spreizer und Schwerkraft nutzen
  • Keine Möglichkeit die B-Säule oben mit Schere zu trennen: Zylinder auf Schweller aufsetzen und B-Säule reißen
  • Keinen Zugang zur unteren B-Säule von außen: mit Schere seitlich vorschwächen, mit Spreizer ausreißen
  • Fahrertür entfernen: Spreizer und Schwerkraft nutzen
  • Vorderwagen kann nicht abgeklappt werden (LKW!) und Zylinder würde im Weg stehen: Längsträger hinter Kotflügel mit Schere trennen und mit Spreizer Lenkrad/Armaturenbrett senkrecht am Schweller hochdrücken
  • Motorhaube nicht frei, um Lenksäule zu ziehen: StabFast auf Motorhaubenkante und Dach abstützen und mit Ratschengurt Lenksäule anheben

Die verschiedenen Lösungen funktionierten mal mehr und auch mal weniger gut. Im Nachgang waren wir uns aber einig, dass es wohl auch daran lag, dass der alte und teilweise völlig durchgerostete Ford Fiesta kein wirklicher Gegner für unsere neuen Rettungsgeräte darstellte und so häufig die "Festpunkte" nachgaben - ganze Schweller sind und entgegengefallen, hier hätten wir vermutlich durch kräftiges Hinsehen bereits Erfolg gehabt :-) . Bei neueren Fahrzeugen sind die Schweller zum Beispiel sehr verlässliche Ansatzpunkte für uns. Wir haben aber noch lange nicht alle Alternativmethoden getestet und werden daher immer wieder auf dieses Thema zurückkommen.