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Aktuelles
07.12.18

Großeinsatz mit überraschender Wendung

Wir wurden am 08.12. um 17 Uhr zum Gästehaus im Geistlichen Rüstzentrum alarmiert. Gebäudebrand mit vermissten und eingeschlossenen Personen. Bei dieser Art Einsatzmeldung alarmiert die Rettungsleitstelle Soltau automatisch zusätzliche Kräfte aus den umliegenden Dörfern und Städten. So erreichten neben der Krelinger Feuerwehr nach kurzer Zeit noch weitere Fahrzeuge aus Düshorn, Westenholz, Honerdingen, Walsrode, Hodenhagen, Bad Fallingbostel und das DRK die Hotelanlage in Krelingen. In Summe haben über 70 ehrenamtliche Helfer ihre eigentliche Tätigkeit unterbrochen, um binnen kürzester Zeit zur Hilfe zu eilen.

Im Gästehaus war es zu einem Brand gekommen. Insgesamt 19 Personen wurden im ersten und zweiten Stock des brennenden und dadurch stark verrauchten Gebäudetraktes eingeschlossen. Einsatzleiter Holger Krause verschaffte sich zügig einen Überblick über die Gesamtsituation, sowie mögliche Gefahren und die zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte und -mittel. Plötzlich kam Tobias grinsend um die Ecke und ab hier war klar: das ist eine Übung - organisiert von Tobi, André, Mark und Stadtbrandmeister Volker Langrehr. Der amtierende Ortsbrandmeister Holger Krause spielte bereits seit längerem mit dem Gedanken, auf dem Gelände des Geistlichen Rüstzentrums eine Großübung durchzuführen. Da er bei der anstehenden Jahreshauptversammlung Ende Dezember nach nunmehr 18 Jahren nicht mehr für den Posten des Ortsbrandmeisters zur Verfügung stehen wird, hat sich sein Stellvertreter Tobias Bremer zum Abschied eine Überraschung ausgedacht.

Mit dem Wissen eine Übung abzuarbeiten fuhr Holger fort und bildete drei Abschnitte: 1. Menschenrettung von der Vorder-, 2. von der Rückseite, sowie 3. Atemschutzüberwachung. Die um Hilfe rufenden Menschen wurden von mehreren Rettungstrupps unter Atemschutz über eine Drehleiter, mehrere Steckleitern und durch das Treppenhaus ins Freie gebracht. Dort übernahm der Rettungsdienst und versorgte die Geretteten an der zentralen Verletztensammelstelle. Nachdem alle Personen in Sicherheit waren, wurde die Brandbekämpfung unter Atemschutz eingeleitet und das Haus mit einem Überdrucklüfter rauchfrei gemacht. Der umfangreiche Einsatz mit den verschiedenen Aufgaben (Menschenrettung, Verletztensammelstelle, Wasserversorgung, Einsatzleitung, Atemschutzüberwachung, Hubrettung, Sicherheit, Logistik, ...) forderte von allen Helfern ein Höchstmaß an Organisationsstruktur, Kommunikationsdisziplin, übergreifende Zusammenarbeit und nicht zuletzt Vertrauen in die gemeinsame Ausbildung und Fähigkeiten. Nach ca. eineinhalb Stunden konnten alle Personen als gerettet und „Feuer aus“ gemeldet werden.

Wie realistisch die Lage dargestellt wurde, ließ sich daran erkennen, dass ein freier Reporter aus Bremen den Weg nach Krelingen auf sich nahm, um erst vor Ort zu realisieren, dass es sich um eine Übung handelte. Bei der anschließenden Manöverkritik dankte Tobias Bremen den anwesenden Freiwilligen für die großartige Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ortswehren. Eine ganz besondere Anerkennung galt aber Holger Krause, von dem er in den vergangenen sechs Jahren eine Menge gelernt hat.

Wir danken allen freiwilligen Einsatzkräften, Statisten, Helfern, Organisatoren und dem Geistlichen Rüstzentrum, die diese Großübung für Holger möglich machten und zu einem beispiellosen Erfolg haben werden lassen.

 
19 Personen im Gebäude eingeschlossen
19 Personen im Gebäude eingeschlossen
12.12.2018 | Quelle: WZ

16.10.18

TH-Dienst: Mit Kissen und Seilen

Am Mittwoch machten wir kurzerhand die Nacht zum Tage, als wir uns gemeinsam mit den Kameraden aus Bad Fallingbostel in einer Kiesgrube trafen. Mit Blick auf das angekündigte neue Fahrzeug und zur Übung für gemeinsame Einsätze, vertieften wir den Umgang bei der technischen Hilfeleistung. Zunächst galt es Licht ins Dunkle zu bringen. Unsere drei Fahrzeuge und die zusätzlich aufgestellten Flutlichtmaste erhellten schnell und flächendeckend die Nacht.

Zunächst widmeten wir uns den pneumatischen Hebekissen. Diese luftgefüllten Kraftpakete heben jeweils bis zu zehn Tonnen Last. Da sie in besonders schmale Öffnungen passen dienen sie dazu Angriffspunkte für nachfolgende Werkzeuge zu schaffen. Die Handhabung und die richtige Taktik sind hier entscheidend. Es muss auf richtige Lastverteilung und konsequentes Unterbauen mit Stützmaterial geachtet werden.

Anschließend setzten wir die 5to-Seilwinde (MAZE - maschinelle Zugeinrichtung) des HLF20 aus Fallingbostel ein. Das korrekte Ausrichten der Fahrzeuge in Arbeitsrichtung und das richtige Abschätzen der auftretenden Winkel und Kräfte an den einzelnen Punkten (Rollen, Gegenlager, Last, ...) sind hier zu trainieren. Mit zusätzlichen Rollen kann nach dem Flaschenzugprinzip auch eine Last von zehn Tonnen bewegt werden.

Der Abend hat gezeigt, dass sowohl das Wissen um die Werkzeuge, als auch das Training unter realen Bedingungen unerlässlich sind, um im Einsatzfall schnell und vor allem sicher helfen zu können.

Vielen Dank an die Kameraden aus Bad Fallingbostel für diesen  wirklich gelungenen Ausbildungsdienst.

 

14.10.18

Nachbereitung oder Vorbereitung?

Vor einem Jahr fegte Sturmtief Xavier über Niedersachsen und hinterließ auch in Krelingen mehrere umgestürzte Bäume.

Als Nachbereitung für diesen Einsatz wurde für die Motorsägenführer unserer Wehr eine Fortbildung zum Thema „Problemholz“ eingeplant, der nun endlich durchgeführt werden konnte.

Unser Kamerad Sören Schönhals erinnerte noch einmal an Zug- und Druckseiten an liegendem Holz und dem damit verbundenem richtigen Vorgehen. Mittels einer Winde wurden Spannungen im Holz simuliert, die Gefahren gemeinsam erarbeitet und anschließend gefahrlos das Holz „beseitigt“. Er demonstrierte über den Tag eindrucksvoll, wie Profis vorgehen und gab wertvolle Tipps an uns weiter.

Am Ende waren sich die 6 Krelinger und 3 Bad Fallingbosteler Kameraden einig, dass der Dienst wertvoll für die zukünftige Baumbeseitigung im Einsatz sein wird.

Für die ausreichende Stärkung während der Fortbildung sorgten übrigens die stellv. Ortsbrandmeister aus beiden Wehren: Mit einem vorzüglichen Frühstück überraschten sie die Teilnehmer die anschließend hochmotiviert wieder ihre Motorsägen starteten...

Sören ist übrigens ausgebildeter Fortswirtschaftsmeister und hat gerade sein Forstwirtschaftsstudium abgeschlossen – er weiß also wovon er spricht und hat uns vieles mit seinem Können und Wissen auch nachvollziehbar vermittelt!

Damit uns ausreichend Übungsmaterial zur Verfügung stand, stellte uns unser Kamerad Jan Stolte mehrere Bäume aus seiner Forstfläche zu Verfügung.

Allen für ihre Unterstützung ein herzliches Dankeschön!

 

19.09.18

Atemschutztraining unter realen Bedingungen

Unsere Atemschutzgeräteträger waren am Mittwoch wieder fleißig. Unter der Leitung von Felix Huwer hieß es zuerst die Abläufe der Atemschutzüberwachung, also der Lebensversicherung der Einsatzkräfte, zu wiederholen und im realen anzuwenden.

Nach dem Theorieteil hat Felix eine Einsatzübung in der Landgärtnerei auf dem Glaubenshof organisiert. Gemeldete Ausgangslage: Feuer im Heizungsraum. Am Einsatzort stellte sich heraus, dass sich auch noch zwei Personen im Gebäude aufhalten sollen. Nachdem die Tanklöschfahrzeugbesatzung eine Wasserversorgung aufgebaut hat, rückten die ersten zwei Atemschutztrupps zur Personensuche ins verrauchte Gebäude vor. Nach systematischer Suche wurde zügig eine Person gefunden und aus dem Gebäude gebracht. Die zweite vermisste Person wurde nur kurze Zeit später im Dachbodenbereich ausfindig gemacht. Auch diese konnte schnell ins Freie gebracht werden. Im Anschluss an die Übung zeigte Felix der Gruppe wie man ein Gebäude mittels Hohlstrahlrohr entrauchen kann.

Nachdem alle Atemschutzgeräte und die gesamte Ausrüstung wieder einsatzbereit gemacht waren, wurde die Übung gemeinsam nachbesprochen, um mögliche Verbesserungen auszumachen um diese dann im Einsatzfall anzuwenden.

 

03.09.18

Neue Feuerwehrfahrzeuge für Krelingen - kompletter Umbau bis 2022

Wie man nun bereits mehrfach der Presse entnehmen konnte, wurde für die Stadt Walsrode ein Feuerwehrbedarfsplan aufgestellt, der die vorhandenen Fahrzeuge, die Ausrüstung, das Personal, sowie die Feuerwehrhäuser überprüfte und mit den vorhandenen Gefahren abglich, die die Feuerwehr in ihrem Zuständigkeitsbereich abzudecken hat.

Die Politik folgte den Vorschlägen des Gutachters und verabschiedete den Feuerwehrbedarfsplan mehrheitlich.

Für die Ortsfeuerwehr Krelingen bedeutet das eine erhebliche Veränderung in den nächsten Jahren: Das vorhandene Löschgruppenfahrzeug wird gegen ein HLF 20 und das Tanklöschfahrzeug mit 1.800 l Wasser gegen ein deutlich größeres mit mindestens 4.000l Wasser ausgetauscht. Damit wird im Wesentlichen dem Aufgabengebiet „Autobahn“ Rechnung getragen, bei dem immerhin 30 km auf der BAB 7 und der BAB 27 rund um das Walsroder Dreieck abgedeckt werden. Die Feuerwehr erhält somit endlich die notwendige Ausrüstung um zukünftig besser und effizienter helfen zu können.

Weiterhin wurde als Ergebnis des Feuerwehrbedarfsplanes durch die Stadt Walsrode ein Konzept zur Mitgliedergewinnung und -sicherung erstellt. Neben finanzieller Unterstützung der Kinder- und Jugendfeuerwehren wird für die Feuerwehr Krelingen noch ein Mannschaftstransportfahrzeug - ein Fahrzeug zur Beförderung von 9 Personen beschafft.

Da diese Fahrzeuge in Anzahl und Größe nicht mehr in das Feuerwehrhaus passen, ist auch hier eine Anpassung erforderlich…

Da das erste Fahrzeug bereits im kommenden Jahr ausgeliefert werden soll, wurde durch die Ortsfeuerwehr eine Planungsgruppe aus erfahrenen Feuerwehrkameraden gegründet.

Diese befasst sich damit, wie das neue HLF 20 aufgebaut werden soll und welches Material erforderlich ist.

Während die Planungsgruppe bisher andere Feuerwehren besuchte um vorhandene Fahrzeuge zu besichtigen und Erfahrungswerte zu erfragen, bestand nun die Möglichkeit für alle Krelinger Feuerwehrmitglieder sich ein persönliches Bild von einem HLF 20 zu machen, als die Firma Ziegler ihr Fahrzeug in Krelingen vorstellte.

Auch die Stadtbrandmeister, sowie der Ortsvorsteher und Ratsmitglied nahmen interessiert an dieser Veranstaltung teil.

Die Firma Rosenbauer wird übrigens ihr Fahrzeug am 11.09. vorstellen, auch die Bilder werden dann hier zu sehen sein.

 
Personal ist die große Herausforderung
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Neue Drehleiter für 2023 geplant
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Damit können wir arbeiten
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Ansporn und Unterstützung für Jugendwehren
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